Sozialausschuss: 450.000 Euro für Sprachförderung

Sprache ist der Schlüssel zu Bildungserfolg und Chancengleichheit. Mit insgesamt 450.000 Euro wollen wir Projekte zur Förderung der Sprachkompetenz von Kindern, Jugendlichen, heranwachsenden und erwachsenen Flüchtlingen im Rhein-Sieg-Kreis fördern und ehrenamtliche Kräfte in unseren Kommunen unterstützen.  Die Summe stammt aus den vom Bund zurückgezahlten Mitteln für das Bildungs-und Teilhabepaket. So können jetzt Programme zur Sprachförderung unterstützt sowie neue regionale Initiativen und Projekte in unseren Kommunen initiiert werden. Ziel des Maßnahmenpakets ist ist die soziale Integration von Flüchtlingen.

In die Sprachförderung an Kindertagesstätten und Schulen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund fließen 300.000 Euro. Die ehrenamtlich Tätigen erhalten für ihre Flüchtlingsarbeit 150.000 Euro.

„Griffbereit“, „Rucksack KiTa“, „Rucksack Schule“ sind erprobte Sprachförderprogramme für Kinder und Jugendliche. Sie werden um weitere Projekte, wie den verstärkten Einsatz von Lese- und Schülerpaten, ergänzt. Besuche von außerschulischen Lernorten, die Teilnahme an kulturellen Bildungsangeboten oder an sprachbildenden Projekten an Schulen, wie beispielsweise Theater, sollen die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entfaltung fördern.

Ein weiterer, besonderer Baustein für die (sprachliche) Entwicklung der Kinder und Jugendlichen bilden Sprachcamps während der Schulferien. Hier werden Selbstvertrauen und Sprachkompetenz durch Sprachkurse, Musik, Theater, Sport und das Erstellen einer Campzeitung gefördert.

Für heranwachsende und erwachsene Flüchtlinge, aus nicht sicheren Drittländern – ausgenommen diejenigen aus Iran, Irak, Syrien und Eritrea, deren Kurse vom Bundesamt für Integration und Flüchtlinge gefördert werden – sollen Alphabetisierungskurse, Elternkurse mit Kinderbetreuung, berufsbezogene Sprachkurse unbürokratisch angeboten werden.

Mit Fortbildungen, interkulturellen Trainings, Übernahme von Materialkosten, Dolmetscherkosten, Aufwandsentschädigungen sollen die ehrenamtlich Tätigen in ihrer Arbeit für Flüchtlinge praktisch unterstützt werden. Für die soziale und kulturelle Integration der Flüchtlinge in ihr neues Umfeld können beispielsweise Eintritte in Museen oder andere kulturelle Veranstaltungen nach Bedarf subventioniert werden.

Dieses gesamte Maßnahmenpaket kann voraussichtlich schon in 2016 um weitere rund 130.000 bis 150.000 Euro aufgestockt werden. Auf Beschluss des Kreisausschusses vom 16.11.2015 sollen 20 Prozent der Gelder, die Landrat a.D. Frithjof Kühn aus seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat der RWE erhalten hat, zur Sprachförderung verwendet werden, wenn Landrat a.D. Frithjof Kühn auf seinen bisher in diesem Zusammenhang geltend gemachten Vorbehalt verzichtet hat.

Das jetzt beschlossene Konzept sieht vor die Finanzierung von Sprachcamps für Kinder und Jugendliche sowie die Sprachförderung von heranwachsenden und erwachsenen Flüchtlingen vor.  Die Umsetzung des gesamten Maßnahmenpakets und die bedarfsgerechte Verwendung der Gelder erfolgt in Abstimmung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) des Rhein-Sieg-Kreises mit den Kooperationspartnern vor Ort in den Städten und Gemeinden.

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