Gewerbeflächenkonzept: Mehr Werkbänke, weniger Fast-Food-Ketten

„Ein regionales und mit den Kommunen eng abzustimmendes Konzept wäre ein richtungsweisender Beitrag für die anstehende Neuaufstellung des Regionalplanes Köln.“ Unter dieser Maxime steht die Position der GRÜNEN Kreistagsfraktion zum aktuell vorliegenden Entwurf für ein neues Gewerbeflächenkonzept.

Das im Juni dieses Jahres vorgelegte Konzept bedarf einer belastbaren Bedarfsprognose. Bislang fehlt eine Analyse, wo welche Flächen und wofür genutzt wurden. In vielen Gewerbegebieten haben sich aufgrund des Preisniveaus und der Nachfrage keine eigentlich dafür vorgesehenen Gewerbebetriebe angesiedelt: Einzelhandel, Tankstellen, Fast-Food-Ketten usw. gehören aber nicht in Gewerbegebiete.

Eben diese nehmen dem produzierenden Gewerbe Flächen weg, obwohl sie gut in Zentren angesiedelt werden könnten. Diesen Verbrauch von Gewerbeflächen durch nicht dafür vorgesehene Betriebe als Grundlage für die Prognose der weiteren Entwicklung zu nehmen hieße, diese Entwicklung zu unterstützen. Bei der Gewerbeflächenentwicklung haben wir GRÜNE auch die Hochschulen im Blick. Auf diesen bildungspolitisch gewichtigen Standortfaktor soll eine qualitative Gewerbeentwicklung abgestimmt werden.

In den ländlichen Regionen des Kreises könnte man Bezug nehmen auf bestehende Betriebe oder bestimmte lokale Standortfaktoren wie beispielsweise Holzverarbeitung, Landwirtschaft oder Maschinenbau. Die Analyse der derzeitigen Stärken und Schwächen, der verschiedenen Wirtschaftsbereiche und der Entwicklungspotenziale ist in großen Teilen unzureichend.

Der GRÜNE Standpunkt lautet: In Gewerbegebieten braucht es mehr Werkbänke und weniger Fast-Food-Theken. Der Bedarf für neue Gewerbegebiete dürfte sehr viel geringer liegen, als es das bisherige Gutachten suggeriert. Das vorliegende Gutachten ist entsprechend zu überarbeiten. Wir legen sehr viel Wert auf eine qualitative Analyse und Definition von Zielen, bei denen die Stärken des Kreises und seiner Kommunen genutzt werden.

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