Förderschulen: Schulpolitiker*innen begrüßen Übergangsregelung

Mit Erleichterung reagieren GRÜNE Schulpolitiker auf eine Nachricht aus Düsseldorf. Wie Dezernent Michael Wagner im jüngsten Ausschuss für Schule und Bildungskoordination informierte, hat die Landesregierung den Schulträgern eine Übergangsfrist für die Neugliederung der Förderschulen bis zum Ablauf des Schuljahres 2017/18 eingeräumt. „Das bisherige System hat sich bewährt“, bekräftigt Edgar Hauer, schulpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Kreistag, „mehr als 90 Prozent der betroffenen Eltern sowie alle Schulträger im Kreis bewerten die bisherige Praxis positiv.“

Aus pädagogischen Gründen werden Schüler*innen an den Förderschulen in Alfter-Witterschlick, Hennef-Bröl und Troisdorf Rotter-See auch in den Jahrgangsstufen fünf und sechs beschult. Ziel ist, die Kinder an das Lernen in einer allgemeinen weiterführenden Schule heranzuführen. Das Modell ist erfolgreich:  In der großen Mehrzahl aller Fälle gelingt der Wechsel, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Das 9. Schuländerungsgesetz sieht vor, dass Kinder mit Förderbedarf bereits nach der vierten Jahrgangsstufe wechseln.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder darüber, dass die Verwaltung nun die Zeit nutzen soll, um auf nachhaltige Lösungen hinzuwirken. Für die Übergangsregelung hatte sich der Staatssekretär, Landtagsabgeordnete und Lohmarer Ratsherr Horst Becker im Ministerium im Sinne der betroffenen Schüler*innen  und deren Eltern  eingesetzt, „das ist sehr hilfreich und dafür dürften alle, die sich mit der Thematik befassen dankbar sein.“

Ausgangslage: Gerade im Rhein-Sieg-Kreis hat sich die Praxis, Kinder mit ES-Förderbedarf an den drei kreisangehörigen Förderschulen nach Klasse 4 noch zwei Jahre länger zu unterrichten bewährt. Nach dem aktuellen Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs (9. Schulrechtsänderungsgesetz) kann frühestens nach dem Besuch der Schuleingangsphase in Klasse 3 die Feststellung erfolgen, sodass die Kinder nur ein Schuljahr in der Förderschule gezielt betreut und an ihren Möglichkeiten orientiert dem Unterrichtsziel -Teilnahme am Unterricht in einer Regelschule- nahegebracht werden können. „Eine Entscheidung, die sich am Kindeswohl orientiert“ bewertet Gabi Deussen-Dopstadt das Ergebnis der Beratungen. Auch die sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Rhein-Sieg-Kreistag unterstützt und befürwortet die bisherige Praxis an den Förderschulen des Kreises.

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